Nach einem langen Sommer, oder einem feuchten Herbst, sieht der Terrassenboden oft nicht mehr ganz so einladend aus. Algen, Moos, Flecken vom Grillen oder grüner Schleim, der sich in Ecken sammelt. Nicht schön, aber lässt sich zum Glück beheben.
Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Terrassenboden reinigen, ohne ihn zu beschädigen, egal ob aus Holz, WPC oder Stein.
Vor der Reinigung: Oberfläche kennen
Bevor Sie loslegen, ist wichtig: Was für einen Boden haben Sie eigentlich?
Holzterrasse: Empfindlich gegen aggressive Reiniger und Hochdruck
WPC (Wood-Plastic-Composite): Pflegeleicht, aber kein Fan von Scheuermitteln
Naturstein oder Betonplatten: Robust, aber Fugen nicht vergessen!
Jede Oberfläche braucht ihre eigene Behandlung.
Algen & Moos entfernen
Feuchtigkeit + Schatten = perfekter Nährboden für Algen & Moos. Und das sieht nicht nur unschön aus, sondern macht den Boden rutschig.
So gehen Sie vor:
Fegen Sie lose Beläge mit einem groben Besen ab
Hausmittel: Essigwasser (1:1 mit Wasser mischen) auftragen, einwirken lassen, schrubben
Alternativ: Spezialreiniger für Algen- & Moosbefall verwenden (unbedingt anwendungsgeeignet für Ihre Bodenart!)
Nachspülen mit klarem Wasser
Tipp: Für Fugen gibt es spezielle Fugenbürsten – besser als jeder Schraubenzieher.
Fett- und Grillflecken loswerden
Ein schöner Grillabend hinterlässt Spuren:
Frische Fettflecken sofort mit Küchenpapier abtupfen
Spülmittel oder Schmierseife mit warmem Wasser auftragen, schrubben
Bei hartnäckigen Flecken: Backpulver oder Natron als Paste verwenden
Niemals aggressive Chemie auf Holz oder WPC verwenden
Hochdruckreiniger – ja oder nein?
Viele greifen direkt zum Hochdruckreiniger. Aber Vorsicht:
Bei Holz: nur mit Flachstrahldüsen, niedriger Druck, immer mit der Maserung
Bei WPC: nur mit Herstellerfreigabe – sonst droht Oberflächenschaden
Bei Stein: meist unproblematisch, aber Fugen im Blick behalten
Wenn Sie unsicher sind: Lieber schrubben statt zerstören.
Nach der Reinigung: Schutz nicht vergessen
Ein sauberer Boden ist gut. Aber ein geschützter Boden ist besser.
Holzterrassen nach dem Trocknen mit Öl oder Lasur behandeln
WPC & Stein: Imprägnierung kann vor neuem Schmutz schützen
Fugen ggf. mit Sand auffüllen und festigen
Regelmäßigkeit zahlt sich aus
Wer den Terrassenboden 2–3 Mal pro Jahr reinigt, hat weniger Aufwand und länger Freude. Besonders vor dem Winter und nach dem Frühjahr lohnt sich eine Grundreinigung.
Fazit:
Ein schöner Terrassenboden braucht keine stundenlange Pflege, aber ein bisschen Aufmerksamkeit. Mit den richtigen Mitteln und einem klaren Plan wird Ihre Terrasse wieder zum Lieblingsplatz.







